Geschenktipp: The British Orchestra of Ukulele

Eher zufällig bin ich letzten Monat über das British Orchestra of Ukulele gestolpert und habe ein Konzert besucht. Und was erst einmal etwas unspektakulär klingt, stellte sich als ziemlich genial heraus- da sitzt eine Reihe von begnadeten Musikern auf der Bühne, jeder für sich mit hervorragender Stimme, ganz individuellem Humor und Style gesegnet und zieht eine Riesenshow mit ihren kleinen Instrumenten ab. Das Spektrum reicht von Händel bis Nirvana und macht Lust, sich öfter Zeit zum Musikerleben zu nehmen. Damit gastiert das Orchester seit über 30 Jahren auf der ganzen Welt. Im Februar kehrt es nach einem Gastspiel in den USA und Großbritannien zum Glück wieder nach Deutschland zurück. Wer also sich oder seinen Lieben ein cooles Geschenk machen möchte, sollte sich mal die Tourdaten ansehen.

http://www.ukuleleorchestra.com/index.php/upcoming-events/?loc=0/

Und hier noch eine Kostprobe:

Das Mädchen Wadjda

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Von dem „Mädchen Wadjda“ (sprich:Waschda) der saudi- arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour hatte ich schon vor längerer Zeit gehört und als er mir in der Bibliothek über den Weg lief, wusste ich, dass ich ihn unbedingt mit meinen Jungs sehen wollte, wohl wissend, dass sie zu „so einer Art“ Film vermutlich alleine nie greifen würden. Der Film handelt von dem 11jährigen saudi-arabischen Mädchen Wadjda, das davon träumt, ein eigenes Fahrrad zu besitzen – ein Unding in dem Land, in dem sich Frauen meist nur komplett verschleiert auf der Straße zeigen dürfen. Und unvorstellbar für Kinder, die hier im Westen aufwachsen. In ruhigen, aber eindrücklichen Bildern nimmt die Regisseurin uns mit in Wadjda`s Alltag in der Koranschule, in dem sich das Mädchen an den Grenzen des Zulässigen durchhangelt, bis sie von einem Koranwettbewerb erfährt, dessen Hauptpreis 1000 Saudi-Riyal sind und ihr den Kauf des Fahrrads ermöglichen würde, das sie in einem Laden für sich entdeckt hat. Von einem Tag auf den anderen mutiert Wadjda zur Vorzeigeschülerin, die Koranverse Rezitieren übt. Auch ihr Leben zuhause spielt sich auf einem schmalen Grat zwischen Tradition und Moderne ab. Die Mutter fürchtet, dass sich ihr Ehemann eine Zweitfrau nehmen wird, weil sie ihm keinen Sohn mehr gebären kann und versucht das, zu verhindern, indem sie ihm eine vorbildliche, begehrenswerte Frau ist. Und so findet diese Geschichte schließlich ein Ende, das nur teilweise „happy“ ist. „Das Mädchen Wadjda“ ist eine aufwühlende Geschichte, die Einblick in eine uns völlig fremde Welt gibt und Verständnis für Menschen weckt, die in einer anderen Kultur aufwachsen und von ihr tief geprägt werden. Und meine Jungs waren genau wie ich bis zur letzten Minute gefesselt, auch wenn der Film auf den ersten kindlichen Blick nur von einem Mädchen und einem Fahrrad handelt.

http://www.wadjda-film.de/

Lieblingsort

akademieEiner der schönsten Orte Nürnbergs ist für mich die Akademie der Bildenden Künste. Direkt am Tiergarten gelegen, verbindet sie alte und neue Architektur mit Natur, Improvisiertes mit Geplantem und Kunst mit Umgebung. Gelegenheit, sie sich anzusehen, bietet die Jahresausstellung, die immer im Juli stattfindet. Wer sich Raum und Werke genauer ansehen möchte, sollte sie eher tagsüber aufsuchen. Wer sich treiben lassen möchte, Menschen treffen, Musik hören und Atmosphäre aufsaugen, geht lieber zum Sommerfest. Zum Beispiel heute Abend ab 19Uhr oder aber im nächsten Jahr…

mehr auf http://www.adbk-nuernberg.de

Ab in den Wald!

Es ist nämlich wieder Blaubeerzeit und die Selbstgepflückten schmecken einfach am Besten. Da der Fuchsbandwurm leider immer präsent ist – obwohl die Wahrscheinlichkeit, einen zu erwischen wohl ähnlich der ist, von einem Blitz getroffen zu werden – streue ich sie einfach auf Pfannkuchenteig und lasse sie dort einmal stark erhitzen. So für`s gute Gefühl. Ordentlich Puderzucker drauf und dann miammi!

Blaubeerzeit

 

Weidadanzn

Kathi und Sarah, die  beiden Mädels von Kinihasn liefern einen neuen Brass Pop Hit ab, der es in sich hat. Und wer ganz genau hinschaut, kann mich auch weidadanzn sehen…

Wer die Mädels live sehen und hören will:

Shows

05.05.2016 ROTTACH-EGERN – Seeforum
21.05.2016 OBERMAUERBACH – Canada
24.05.2016 AUGSBURG – Spectrum
25.05.2016 REGENSBURG – Alte Mälzerei
26.05.2016 INGOLSTADT – Kulturzentrum n ..
27.05.2016 LANDSHUT – Bernlochner Saal
02.06.2016 KAUFBEUREN – Stadtsaal
04.08.2016 NASSENFELS – Burg Nassenfels

Berlin2Shanghai

Als ich vor einiger Zeit abends im Hotel durch die Programme zappte, blieb ich an der Doku „Berlin2Shanghai“ der Zwillinge Paul und Hansen hängen. Die zwei Brüder traten die 13000km lange Radtour nach Shanghai nicht nur an, um die Herausforderung zu meistern, sondern auch um sich nach einer Zeit der Abgrenzung wieder neu kennenzulernen. Eine spannende Geschichte in guten Bildern mit zwei sympathischen Jungs. Auf jeden Fall sehenswert.

Aktuelles auf: www.zweinachshanghai.de

ANNENMAYKANTEREIT.

AnneMayKantereitIch habe mich in ihre Songs verliebt, als wir durch schwedische Landschaften sausten und ich auf dem Beifahrersitz das Songbook in den Händen hielt. So gute Texte, genial in die Melodie gegossen, Gefühl auf den Punkt. Da ist diese rauchige Stimme, die in zwanzig Jahren Kneipe entstanden zu sein scheint und die die Kraft von reichlich Lebenserfahrung besitzt. Mit der ist es aber gar nicht so weit her. Die Kölner Jungs sind alle erst Anfang 20. Und so erzählen ihre Songs von dem jungen Leben, Fernbeziehung und Liebeskummer. Bei mir alles schon ganz schön lang her, aber ich verstehe jedes Wort. Einfach gut.

Guckt mal rein, auch wenn ich finde, dass die Songs von „WIRD SCHON IRGENDWIE GEHEN“ ohne optische Ablenkung fast noch besser kommen.

http://annenmaykantereit.com/