Aufklärung für Anfänger Teil 2

Das Schöne daran, Gedanken in die Welt zu streuen, ist, andere Gedanken wieder zurück zu bekommen. So auch in diesem Fall geschehen. Jetzt weiß ich, dass das mit der Aufklärung total einfach ist, denn es gibt die Sendung „Du bist kein Werwolf“, die jeden Sonntag um 20.10h und 20.35h auf KiKa läuft. Damit das Ganze nicht mit dem Tatort kollidiert, gibt es natürlich alle Folgen und Einzelteile auch online. Da wird kein Blatt vor den Mund genommen. Christine Henning und Ralph Caspers, wohl bekannt aus der „Sendung mit der Maus“ plaudern locker flockig über Vorhaut, Samenerguss und Schamlippen ohne auch nur ein bisschen rot zu werden. Herrlich. Es geht natürlich nicht nur um Anatomie, sondern auch um Beziehungen, Selbstversuche und andere Themen, die Teenager bewegen. Ob die Kids so eine Folge allerdings mit ihren Eltern zusammen anschauen wollen, wage ich zu bezweifeln.

Mehr infos unter: http://www.wdr.de/tv/werwolf/index.php5

Aufklärung für Anfänger

Auf einmal ist es soweit. Es ist an der Zeit, mein Kind aufzuklären. Etwas, von dem ich mir nie hätte vorstellen können, dass es mir widerfährt, ist eingetreten: das ganze Thema ist mir megapeinlich.„Also, liebes Kind, Du wirst jetzt demnächst Deinen ersten Samenerguss haben und das ist total okay so.“ Hä? Als mein Vater mich mit dreizehn Jahren zu sich aufs Sofa zitierte, um mich aufzuklären, sagte ich nur: „Du, lass mal, ich weiß schon Bescheid, das ist bisschen spät.“ Meine Freundinnen, Bravo und ich hatten ganze Arbeit geleistet. Also – früher anfangen. Aber mit einem 11jährigen, der sich schon bei dem Wort Mädchen errötend unter der Bettdecke versteckt, über Geschlechtsverkehr zu reden, ist irgendwie absurd. Naja, ich werde wohl auf jede Gelegenheit lauern, um ganz nebenbei, natürlich und unauffällig die ein oder andere Information einzustreuen, vielleicht beim Pflanzen von Blümchen oder dem Beobachten von Bienchen und vielleicht mal so gucken, was es für Sachbücher gibt. Oder ihm ein paar Bravos hinlegen. Liebes Dr. Sommer-Team, das hat doch schon immer funktioniert irgendwie…..

Mutmachzeilen

Es gibt inzwischen leider viele Menschen, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen und Stimmung gegen Flüchtlinge machen. Und es gibt viele, die jetzt schon im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und sich ernstzunehmende Sorgen wegen der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt machen. Es gibt Menschen, die sich von Berufs wegen oder ehrenamtlich so einsetzen, dass es gelingt, Flüchtlinge zu integrieren. Und es gibt viele Menschen, die sich eigentlich gerne für die Integration von Flüchtlingen engagieren würden, es aber nicht tun, weil sie sich nicht in der Lage sehen neben Job, Familie, Haushalt und Hobby genug Zeit für die ehrenamtliche Arbeit aufzubringen. Weil wir oft zwischen ganz oder gar nicht entscheiden. Dabei kann in diesem Fall „ein bisschen“ ganz viel bewirken. Denn für jemanden, der nichts hat, ist ein bisschen unter Umständen ganz schön viel. Es gibt inzwischen maßgeschneiderte Aushänge von Städten und Kommunen, in denen jemand für die Nachhilfe, für die Wohnungssuche oder für eine Familienpatenschaft gesucht wird. Wir können sogar zwischen Stadtteil, Geschlecht, Alter und Herkunftsland auswählen. Wieso also nicht einfach jemanden suchen, der zu den eigenen Bedürfnissen ganz gut passt und so möglichst einfach integriert werden kann. Jemanden, den wir einfach zum nächsten Ausflug in den Zoo mitnehmen können oder zu einer kleinen Wanderung. Ein Gespräch mit Deutschsprachigen hilft den Geflüchteten, die neu zu erlernende Sprache zu üben, da sie in den Unterkünften ja meist nur mit Landsleuten oder anderen Nationalitäten zusammen sind. Die Geflüchteten fangen hier bei Null an. Wir wissen, wie schwierig es oft schon für Schüler(innen) mit qualifizierendem Abschluss der Mittelschule ist, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Die Menschen, die zu uns kommen, waren manchmal nur wenige Jahre in der Schule und beherrschen unsere Sprache nicht- ganz klar also, wie fast aussichtslos es zunächst einmal ist, dass so jemand eine Chance auf unserem Arbeitsmarkt bekommt. Und so berechtigt auch die Ängste der Deutschen, die ebenfalls keine Qualifikation mitbringen. Damit Integration gelingen kann, ist es wichtig, dass wir alle, die dahinter stehen, Menschen in einer Notlage bei uns aufzunehmen, auch mithelfen. Unsere wichtigste Qualifikation ist unsere Sprache. Wir müssen nicht reich sein, nicht körperlich fit und nicht studiert. Wir haben so viel zu geben und können auf diese Weise aller Stimmungsmache und Propaganda rechter Parteien am Besten Einhalt bieten. Traut Euch. Es gibt viel Unterstützung sozialer Einrichtungen, die Eure Fragen beantworten und auch nach dem ersten Kennenlernen für Euch da sind.

https://www.iska-nuernberg.de/zab/be-stellen.html

Tauschbörse!

Am Mittwoch ist es wieder soweit. Wer sich gerne mal wieder von guten, aber doch nicht mehr benötigten Schätzchen wie Klamotten, Spielen, Büchern oder anderem trennen möchte und dafür vielleicht das ein oder andere neue Schätzchen entdecken möchte, hat dazu nächste Woche Gelegenheit. In Neunkirchen am Sand, Nahe der Ausfahrt A9/Lauf Nord gibt es zum zweiten Mal das Frauenzimmer unter dem Motto „Tausch Dich glücklich“. Kinder sind herzlich willkommen und haben diesmal sogar ein eigenes kleines Spielzimmer. Ich freue mich schon darauf und finde es klasse, dass Anke so eine unermüdliche Organisatorin ist. Danke dafür!

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