Kindermund

Vor ein paar Tagen habe ich zusammen mit meiner dreijährigen Tochter Teig für Ihre Geburtstagsplätzchen gemacht.

Nach mischen und kneten haben wir eine große Kugel geformt, die dann im Kühlschrank kalt gestellt werden sollte. Ich sagte: „Jetzt müssen wir den Teig in Folie wickeln und dann kühl stellen.“

Daraufhin inspiziert meine Tochter die Teig-Kugel genau, schaut mich dann verwundert an und fragt: „Mama, wo ist der Popo? Wo müssen wir wickeln?“

Das Wäschemonster- für meine Schwester

Kennt ihr es auch, das Wäschemonster? Habt ihr es schon entdeckt, wenn ihr vor dem Berg an zu waschenden Hosen, Unterhosen, T-shirts, Hemden, Pullis, Sportklamotten, Handtüchern, Socken und Bettwäsche steht, der einfach nie kleiner wird? „Ich habe Hunger!“, ruft es unermüdlich. Man soll ja seinem Feind ins Auge sehen. Guckt es Euch an, vielleicht hilft es ja.Wäschemonster

Detox für zu Hause

Seit es so wunderbare Portale wie Quoka oder Ebay Kleinanzeigen gibt, existiert kaum ein haltbares Argument mehr gegen das Entrümpeln angesammelter Raritäten. Hatte man früher noch bedenken, Dinge weg zu schmeißen, die ja noch gut waren, aber eigentlich seit Jahren nicht mehr genutzt wurden, findet sich heute fast für jedes Objekt der richtige Käufer. Und wenn nicht gegen Bares, so wird sich auf jeden Fall jemand finden, der es sich schenken lässt. (Auf dass es vermutlich beim nächsten Besitzer in die Jahre kommen wird.) Und so dauert es manchmal nur wenige Stunden vom Aufgeben einer Anzeige bis zur Übergabe an den neuen Besitzer an der Haustür. Ich gebe zu, manchmal erwarte ich diese in etwas nervöser Anspannung. Die Kommunikation vieler Mitmenschen bei der Kontaktaufnahme auf eine Anzeige hin, ist nämlich doch stark auf das Wesentliche reduziert und lässt kaum Raum für Höflichkeitsfloskeln oder Small Talk wie der Frage nach dem Wetter. Das Spektrum reicht vom Harm-, aber auch Freudlosen „Hallo, ich hole Stuhl ab.“(Keine Unterschrift), über „Hei gips den Stuhl noch?“ bis zu „Ich habe Interesse. Bin noch auf der such nach einem Taschenrechner und einer Autobatterie. Hast du zum verschenken?“. Man weiß manchmal nicht, wer einem da so begegnen wird im Hausflur. Der Gerechtigkeit halber, habe ich anfangs demjenigen den Zuschlag gegeben, der zuerst geantwortet hatte. Inzwischen gebe ich zu , dass ich auch ein wenig auf die Form achte und mich diebisch über ein „Danke“, „würde gerne“ oder „Guten Tag“ freue. Vielleicht ist das spießig. Aber ich habe jetzt zumindest ein gutes Argument für meinen großen Sohn, warum es sich lohnen könnte, im verhassten Deutschunterricht auf die äußere Form zu achten: Vielleicht kriegt man im Leben nur so die besten Zuschläge. Mag der Weg zum reduzierten Zuhause auch manchmal etwas abenteuerlich sein, das Resultat fühlt sich wunderbar an. Einfach entschlackt.