Weltmeisterschaft, die Zweite

Also, so ein WM-Spiel ist ja schon spannend, aber so richtig in Fahrt komme ich, wenn ich wochenends am Spielfeldrand stehe, und der Mannschaft meines Sohnes zusehe. Ich bin nämlich jetzt das, was ich nie werden wollte- Fußballmama. Immerhin trage ich (noch) kein T-shirt, das mich als diese ausweist und ich bin auch nicht bei jedem Spiel dabei. Aber wenn, dann benehme ich mich einfach grauenvoll und brülle, was das Zeug hält. Denn es ist ja so einfach- draußen am Spielfeldrand. Der totale Überblick. Ich weiß in jeder Sekunde, wer wann wie und wohin passen, laufen und schießen müsste, um den Sieg davonzutragen. Nur hören sie einfach nicht, die Jungs. Und so gedenke ich unserer Nationalmannschaft. Unser Fachwissen mag mit Ihnen sein. Laufen müssen sie selber.

Übrigens: Im nächsten Weltladen oder unter http://www.gepa-shop.de/handwerk-und-mehr/faire-balle.html gibt`s richtig schöne, gute und faire Fußbälle.

Wir sind Weltmeister!

Als Deutschland 1990 Weltmeister wurde, war ich zwar mittendrin, aber nicht dabei. Ich weiß noch, wie ich einen Fan emotionslos fragte, ob er wohl selbst mitgespielt habe, nachdem er mir ein strahlendes „Wir sind Weltmeister!“ entgegengegrölt hatte. Sage und schreibe 24 Jahre später ist das ganz anders. Ich habe mich auf die WM gefreut und hoffe, dass die deutsche Nationalmannschaft noch das ein oder andere Spiel meistern wird. Denn WM ist kollektive Auszeit. Einfach mal alles stehen und liegen lassen, Freunde und Nachbarn treffen, draußen sitzen und gemeinsam fiebern. Bitte mehr davon!

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Faire Kleidung

Ich habe die Tage einen Artikel gelesen, der bereits im Mai in der Schrot &Korn erschienen ist. Es ging mal wieder um die faire Produktion von Kleidung, ein Thema, mit dem ich mich schon lange beschäftige. Und obwohl die Arbeitsbedingungen in Bangladesch oder anderswo zum Himmel stinken, kaufe auch ich zum Großteil noch munter weiter ein bei den großen Ketten, wo die schnelle Mode zum kleinen Preis zu haben ist. Die High Class Label machen  ja bei den Produktionsbedingungen leider auch meist keinen Unterschied. Und es ließe sich so leicht ändern:

In Bangladesh liegt der gesetzliche Mindestlohn für 48 Stunden Arbeitszeit pro Woche bei 68,- Euro im Monat. Ein existenzsichernder Lohn, von dem die Arbeiter(innen) leben könnten, läge allerdings bei 240,- Euro.

Die Kampagne für saubere Kleidung hat berechnet, dass alle mit einem T-Shirt verbundenen Arbeitslöhne 18 Cent ausmachen. Ein viermal höherer Lohn würde also mit 72 Cent zu Buche schlagen. Das wären gut 50 Cent mehr. Da die Aufschläge der Händler prozentual berechnet werden, müsste der Endverbraucher zwei bis drei Euro (!!!!!) mehr bezahlen.

(Zitat Schrot & Korn 05/14 „Wer näht mein Öko-Shirt?“von Leo Frühschütz)

Das ist für die meisten von uns peanuts. Also, bitte kauft weniger – und öfter fair.

 

Die Plattform für das Online-Bestellen von Fairtrade-Mode: www.avocadostore.de

Infos zur Kampagne und beispielsweise Tips,wo Abiturient(innen) faire Abishirts beziehen können: www.saubere-kleidung.de

Supercoole hoodies & Co unter: http://de.dawanda.com/shop/kenpanda

Eine tolle Firma nicht nur mit Hanfmode: www.hempage.de

länger hell, die Zweite

Meine liebe Couca,

das Problem, dass wir abends nicht so lange im Biergarten sitzen können, weil unser Kind ins Bett muss, ist uns überraschenderweise fremd. Und hat auch eigentlich überhaupt nichts mit uns zu tun. Die Kinder haben sich von Anbeginn ihres Daseins dazu entschieden, sommers wie winters völlig unterschiedliche Schlafgewohnheiten zu pflegen. Während sie im Winter friedlich um 8 Uhr abends im Bett zu liegen pflegen, geht im Sommer vor 22 Uhr überhaupt nichts. Zu hell, zu aufregend, zu sommer. Wie sie das die Saison über verkraften, ohne tagsüber zusammen zu brechen oder übellaunig zu werden, frage ich mich manchmal schon. Aber ich schweige dann und genieße. Cin Cin, meine Liebe….

länger hell

Endlich ist es wieder länger hell! Ich liebe diese Tage!

Während ich sonst nach der Arbeit meist direkt nach Hause will und Einkäufe und andere notwendigen Dinge so schnell wie möglich zu erledigen versuche, werde ich in dieser Jahreszeit zum Streuner – vor allem wenn es noch so schön warm ist wie jetzt. Ich treibe mich stundenlang im Zentrum herum ohne Grund und ohne Ziel. Ich rufe sämtliche Freunde und Bekannte an, bis ich jemanden gefunden habe, der mit mir ins Café oder Essen geht und verschiebe alle Verpflichtungen, die sich nur drinnen erledigen lassen auf den Herbst! Hauptsache ich kann draußen sein und das Tageslicht und die Sonnenuntergänge genießen.

Wenn ich, wie jetzt, leider doch meist früher zuhause bin, weil meine Tochter ja ins Bett muss, dann wird der Balkon zum liebsten Aufenthaltsort. Es wird draußen gegessen, getrunken, gelesen, telefoniert und entspannt.

Also Ihr Lieben, packt Grill und Picknickkörbe aus, ruft Freunde und Verwandte zusammen, bevölkert Parks, Terrassen, Balkons und Biergärten und genießt diese schönen langen Tage!

Absurdistan-warum Kinder von getrennten Eltern oft mehr von ihren Vätern haben

Und wieder ist eine Beziehung in unserem Freundeskreis zerbrochen. Das ist an und für sich schon sehr traurig. Aber was mich wirklich sprachlos macht, ist, dass das, was oft Mit-Ursache für ein Auseinanderleben ist, nach der Trennung oft kein Thema mehr ist. Wäre es aber vorher kein Thema gewesen, wären wohl viele dieser Beziehungen erst gar nicht auseinandergegangen. Ich spreche von der Zeit für die Kinder. Noch immer übernehmen in den meisten Beziehungen die Frauen die Hauptversorgung der Kinder, völlig egal, ob sie arbeiten oder nicht. Es geht dabei um all die täglich zu organisierenden Aufgaben, von der Verpflegung mit Essen, über Terminabsprachen mit Freunden, Arzttermine, Hausaufgabenbetreuung, und vieles mehr. Die Väter kommen dann mal eine Runde zum Toben vorbei, um sich dann wieder ihren Belangen zu widmen- wie selbstverständlich ermöglicht von den verantwortungsbewussten Frauen, die ja den Alltag sowieso besser im Griff zu haben scheinen. Weiterlesen